Kinderhaus Floh – Rückblick auf den Museumssonntag vom 4. Oktober 2026

Kathrin Strasser als Leiterin und ihre Stellvertreterin Jolanda Eigenmann boten einen Einblick in die Geschichte und den aktuellen Betrieb des Kinderhauses Floh. Ein stattliches Legat der Pfarrerswitwe Elise Wellauer-Tuchschmid von 1949 über 100’000 Franken mit Auflagen war eigentlich zu wenig für Landerwerb, Bau und Einrichtung einer Kinderkrippe, andererseits aber deutlich zu viel, als dass man die Sache hätte bleiben lassen können. Auf dem Land der evangelischen Kirchgemeinde konnte der 1951 (vor 75 Jahren!) gegründete Verein dank Unterstützung der Politischen Gemeinde, der beiden Kirchgemeinden, von Gewerbe und Industrie sowie weiteren Gönnern die erste Kinderkrippe bauen und 1953 eröffnen. Der Betrieb stand unter dem Patronat des gemeinnützigen Frauenvereins. War die Kinderkrippe zuerst «Aufbewahrungsstätte» für kleine Kinder, zum Teil sogar als Kinderheim, leistet das Kinderhaus Floh heute einen wichtigen Beitrag in der frühkindlichen Förderung, nicht zuletzt für Kinder fremdsprachiger Eltern, die innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit verblüffende Fortschritte in der deutschen Sprache machen. Auch wenn sich die Methoden der Kinderbetreuung massiv verändert haben, sind die Lieblingsspielzeuge der Kinder vergleichbar geblieben, namentlich Holzklötze, Modellautos und dergleichen. Die Leiterinnen berichteten über aktuelle Sorgen zur sinkenden Zahl betreuter Kinder. Aus der Zuhörerschaft wurden Erinnerungen an die Kinderkrippe bzw. die dort gemachten Erfahrungen in der Kinderbetreuung geteilt.

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